neue Form der Bestattung

Dazu habe ich einen Artikel im "Hamburger Abendblatt" gefunden, den ich leider nicht per Link zugänglich machen kann. Habe ich zwar versucht, jedoch kommt dann nur der Titel und dann heißt es leider zahlen. 

Bitte ein bisschen Geduld und dann werde ich hier darüber berichten, da ich die Idee sehr schön finde.

Jetzt ist es so weit. Ich habe mir überlegt, dass ich den Artikel angepasst widergebe, da er eindeutig auf einen Bestatter zugeschnitten ist, der ein Interview gegeben hat. Ergo Namen gibt es keine. Der Inhalt ist fast komplett übernommen, wobei ich nicht weiß, wann der Artikel im Hamburger Abendblatt erschienen ist. Namen wurden so … ersetzt.

"Tree of Life" – neue Form der Bestattung in …

Ein … Bestatter bietet eine ganz neue Form der Feuerbestattung an. Aus der Asche des Toten wächst ein Baum. Mit dem "Tree of Life" gibt es nun eine Möglichkeit, den Friedhof legal zu umgehen.

… . Nach dem Tod in den ewigen Kreislauf des Lebens eingehen, und zwar in Form eines Baumes. Das ist die Idee von "Tree of Life", einer neuen Form der Naturbestattung. Die Asche des Toten geht über die Wurzeln in die Kraft eines Baumes über. Für viele scheint dies eine tröstliche Vorstellung zu sein. Das … Bestattungsunternehmen … bietet seit einem Monat diese Form der Beisetzung exklusiv in den Kreisen …, …, … und in … an. "Wir sind Partner der Feuerbestattungen Perleberg in Brandenburg, von denen die Idee stammt", sagt …, der seit zehn Jahren das Familienunternehmen führt.

In der Branche geht man von jährlich 10.000 bis 12.000 Menschen aus, welche die Asche ihrer Liebsten mit nach Hause nehmen möchten.

Das verstößt in Deutschland gegen den Friedhofszwang. "Also bringen einige die Urne über die Grenze nach Holland oder in die Schweiz und anschließend wieder zurück, um die Vorschrift zu umgehen", sagt …. "Das ist illegal und für die Angehörigen emotional belastend, da sie niemanden erzählen dürfen, dass sie im Besitz der Urne sind." Wer erwischt wird, dem drohen ein Bußgeld und die Zwangsbestattung der Urne. Mit dem  "Tree of Life", dem Baum des Lebens, gibt es nun eine Möglichkeit, den Friedhof legal zu umgehen.

Der Hinterbliebene wählt zwischen Ahorn, Birke, serbischer Fichte und Douglasie. Auf Wunsch kann es auch eine andere Baumart sein. Nach der Einäscherung wird die Urne einer zertifizierten Baumschule in Holland oder der Schweiz übergeben. Dort wird die Urne unter notarieller Aufsicht geöffnet. Was in Deutschland unter die Störung der Totenruhe fällt, ist in diesen Ländern gesetzeskonform. Die Asche des Verstorbenen wird dann schrittweise in eine speziell entwickelte Vitalerde mit einem Substratgemisch eingebracht. Hinzu kommt ein wasserbindendes Granulat. Die Angehörigen können einen persönlichen Gegenstand wie etwa einen Engel oder ein Herz zum Baum mitgeben. Mit einem hitzebeständigen Schamottstein in der Aschekapsel werden Verwechslungen ausgeschlossen.

In der Obhut der Baumschulgärtner kann der Setzling durchwurzeln und anwachsen. Nach einem halben Jahr ist der Baum anderthalb bis zwei Meter groß und wird an den Bestatter ausgeliefert und inklusive einer beglaubigten Beisetzungsbestättigung den Angehörigen übergeben. Im Frühjahr oder Herbst kann der Baum, in dem der Verstorbene "weiterlebt", an dessen Lieblingsplatz, im eigenen Garten oder der freien Natur einpflanzt werden. Die Kosten liegen bei 1.400 Euro. Wer keinen Platz hat, kann künftig den Baum auch im "Garten der Erinnerung" einpflanzen lassen, was inklusive Pflege und Namensband noch einmal 600 Euro kostet. "Friedhöfe sind kulturhistorisch gewachsen und wichtig", sagt ….

Doch nicht jeder möchte dort auch seine letzte Ruhestätte finden. Einigen gefällt der Gedanke, umgeben von der Natur zu sein, befreit von allen Regeln und Vorschriften der Grabpflege. Und immerhin 65 Prozent wählen aus religiösen, finanziellen oder zeitlichen Gründen eine Urnenbestattung.

Tendenz steigend.

Das zeigt auch der Trend hin zu Friedwäldern, Ruheforsten, Baumbestattungen und ähnlichem. … versteht "Tree of Life" als Zusatzangebot.

"Jeder Mensch ist auch in seiner Trauer individuell", sagt …. "Wir haben den Anspruch, ihnen verschiedene Möglichkeiten der Beerdigung aufzuzeigen, traditionelle und moderne." Und manchem Angehörigen spendet die Ruhe eines Waldes oder einer Wiese Trost und Kraft.

 

Meine Stellungnahme

Allerdings frage ich mich, wieso es bei dieser Möglichkeit "legal" sein soll, die Totenasche nach Deutschland wieder einführen zu dürfen, wenn das bei einem Diamant, der aus Totenasche hergestellt wird, nicht legal ist? 

Kommen Sie da nicht auch ins Grübeln?

Aber was ich ganz kurios finde, ist das Wachstum der "Setzlinge". Laut Auskunft einer Baumschule hier vor Ort in Mönchengladbach, habe ich erfahren, dass ein Setzling eine Höhe von ca. 30–40 cm hat. Allerdings ist es unmöglich, dass dieser Setzling in 6–9 Monaten eine Höhe von 1,50–2.00 Meter erreichen kann. Der Herr meinte, dass kann kein Wachstumskonzentrat noch sonst etwas schaffen.

Aber, mit dieser Möglichkeit kann sicher wieder die Kasse gefüllt werden, denn solch ein Bäumchen kostet immerhin dann 1.400 € und nochmal 600 €, wenn Sie ihn im "Garten der Erinnerung" beisetzen lassen.

Hurra, so kommt auch der Friedhof wieder zu seinem Geld.

Was noch lustiger ist und scheinbar niemanden stutzig macht, ist die Situation, dass eigentlich Friedhöfe eine Bepflanzung bezahlen. Hier wird Geld von den Menschen verlangt, die der Anlage vielleicht zu einem wunderschönen Baumbestand verhelfen. Verkehrte Welt, kann ich da nur sagen.

Aber es gehören ja zu allem immer 2.
Der EINE, der es macht und der ANDERE, der es mit sich machen lässt.

Da mir ja diese Idee schon lange bekannt ist, habe ich bei meinen Beratungen den Menschen diesen Weg schon öfter empfohlen, wobei man die Totenasche eben auf Erde in einen großen Topf gibt, dann eine Pflanze, ob Baum oder was man mag, entsprechend darauf setzt und schon hat man für 200 € das was jetzt, lt. Bericht im Hamburger Abendblatt, legal sein soll.

Allein mir fehlt der Glaube! 

OK, mein nächster Akt wird sein, das mit dem Setzling und der Totenasche zu probieren. Dann schaue ich mal, was nach 6 Monaten noch von der Totenasche vorhanden ist und danach werde ich hier weiter berichten.