Was wünschen sich Ehepaare die keine Nachkommen haben?

Hier höre ich immer häufiger folgendes: Was soll ich denn auf einem Friedhof? Wir sind ja nicht mehr so jung und haben auch keine Kinder. Wen interessiert es da, wo ich bin? Eigentlich ist doch nur wichtig, dass mein Partner und ich damit leben können und es geht doch gar keinen anderen etwas an.

Ich erkläre dann, dass ich das genau so sehe und erzähle von den Möglichkeit die Asche nach Hause zu bekommen oder auch einzulagern. Somit wird gewährleistet, dass die beiden Menschen dann später gemeinsam beigesetzt oder verstreut werden. Das kommt sehr gut an und manche weiteren Möglichkeiten werden an die Hand gegeben.

Wenn ich diesen Menschen dann noch sage, dass die Kosten für diese Möglichkeiten weit unter denen liegen die ein Grab und die Beisetzung kostet, dann sind sie überglücklich.

Diese Menschen haben oft schon über den Tod nachgedacht und manche Gedanken haben Panik erzeugt.

Wenn ich ihnen die verschiedenen Wege eröffnet habe, denken sie anders und sagen oft auch ganz spontan: Frau Hoerner, wie froh bin ich, dass ich sie rechtzeitig kennen lernen durfte. Jetzt haben wir ein gutes Gefühl und das gibt die nötige Ruhe für den schweren Zeitraum, der uns allen ja bevorsteht.

Manche Verfügung liegt bei mir, damit ich entsprechend agieren kann, wenn beiden wirklich mal gleichzeitig etwas passieren sollte. Oft ist auch geregelt, dass ich dafür Sorge trage, wenn der länger Lebende folgt.

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