Was passiert, wenn man nicht mehr zum Friedhof kann?

Eine ältere Dame - 78 - bekommt zu mir Kontakt und erzählt, dass sie vor 5 Jahren ihren Mann beerdigt hat, mit dem sie über 50 Jahre verheiratet war. Sie schaut mich ganz traurig an und fängt an zu weinen.

Klar, ich dachte, sie weint wegen des Verlustes. Dann sagt sie mir: Es war schon sehr schlimm meinen Mann zu verlieren, aber jetzt, nachdem ich nicht mehr in der Lage bin zum Friedhof zu kommen, ist es noch viel schlimmer geworden. Ich möchte ja nicht ständig jemanden bitten mich hinzufahren, denn selbst die ca. 15 Minuten, die ich früher gebraucht habe um auf den Friedhof zu kommen, kann ich heute nicht mehr ohne Hilfe bewältigen.

Bitte helfen Sie mir, damit ich meinen Mann nach Hause bekomme und ich endlich wieder Ruhe finde. Mit dem Zustand, wie er jetzt ist, kann ich nicht leben.

Ich denke, Ihnen ist klar wo Ihr Mann heute ist, oder?

Auch hier handelte es sich wieder um eine Erdbestattung und die Kosten waren höher als wenn man direkt eine Feuerbestattung gewählt hätte. Aber aus dieser Situation ist erkennbar, dass man eben nicht im Vorfeld weiß, wie man mit dem Verlust leben kann. Man kann es ja nicht ausprobieren.

Ruhe und Frieden gibt ihr die Gewissheit, dass sie, wenn sie ihrem Mann folgt, wieder vereint sein werden. Ihre Asche und die ihres Mannes werden in einem Gefäß sein!

Zur Zeit ist es der Wunsch, dass die Asche dann an einem Baum beigesetzt werden soll. Es wird aber nach Absprache, noch ca. 100 g geben, die für Notfälle zur Verfügung stehen.

Es wird von meiner Seite immer versucht ein zu kalkulieren, was evtl. noch kommen könnte!