Erwachsene entscheiden und Kinder müssen damit leben!

Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren oder manchmal auch noch älter, haben selten eine Chance bei der Entscheidung die Vater oder Mutter treffen, wenn einer der beiden geht, ihre Wünsche zu äußern.

Mir wurde das bewusst, als eine junge Frau (33) mich bat ihre Mutter vom Friedhof zu holen, die schon 25 Jahre tot war. Die Ruhefrist für das Reihengrab war abgelaufen.

Sie sagte mir: Ich kann damit nicht leben, wenn es dieses Grab nicht mehr gibt.
Eine Verlängerung war nicht möglich und eine Umbettung war ihr auch nicht angeboten worden!

Ihre Bitte: Holen Sie meine Mutter vom Friedhof damit ich endlich mit dem Verlust leben kann!

Ich habe es realisiert und die Kosten dafür wurden von ihr und der älteren Schwester, die diese Idee auch toll fand, getragen.

Ein Großteil der Kosten bestand aus den städtischen Gebühren. Genehmigung nennt man das: Ein Stück Papier mit einem Stempel.

Die beiden jungen Frauen haben heute ihre Mutter zu Hause. Jede von Ihnen hat sich ein wunderschönes Gefäß ausgesucht und muss nicht zur anderen. Jede von Ihnen lebt wie sie es mag.

Kosten für die gesamte Aktion ohne städt. Gebühren und Einäscherung ca. 1.000 €

Bei dieser Situation muss man wissen, dass hier die Mutter aus einem Erdgrab gehoben wurde, in einen neuen Sarg bzw. eine Gebeinskiste umgebettet wurde.

Dazu mussten selbst bei einer 25 Jahre unter der Erde liegenden Leiche noch die Gebühren für die 2. Leichenschau vor der Einäscherung bezahlt werden.
Wer glaubt eigentlich, dass hier eine 2. Leichenschau durch den Amtsarzt wirklich noch durchgeführt wurde?